Sagen aus Opfenbach (1) |
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Der Kürbisgeist Eine ältere Frau ging einmal in der Woche zum Kartenspielen von Schrundholz nach Heimen. Der Fußweg führte durch den Wald und unwegsames Gelände, über eine kleine Brücke, durch ein Tobel hinauf nach Heimen. Sie prahlte immer, daß sie keine Angst hat, wenn jemand kommen würde. Das ging so lange, bis ein paar Nachbarn ihr einmal unten an der Brücke einen Kürbisgeist (das kannte man damals weniger) aufstellten. Sie versteckten sich und beobachteten sie. Als sie zu später Stunde vom Kartenspielen den Heimweg antrat, machte sie zuerst von weitem Halt. Dann ging sie ganz langsam auf den Kürbisgeist auf der Brücke zu, stand vor ?das Etwas? in gebührendem Abstand hin und sagte laut vor sich hin: ?Bisch a gueter Goischt, duesch mr nix, bisch a beeser Goischt, machscht, daß verschwindsch*?, und schlug ihn mit ihrem Stock über das Brückengeländer hinunter. Gemächlich ging sie über die Brücke nach Hause nach Schrundholz. Diese Person hieß: Veva Lex aus Schrundholz. Es geschah um 1920/25. Überlieferung von meinem Schwiegervater Nikolaus Epple geschrieben von Emmi Epple am 27. März 2002 *Übersetzung: Bist du ein guter Geist, tust du mir nichts, bist du ein böser Geist, gehst du besser weg. |
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Emilie Epple Tannenhof Allgäu E-Mail: Tannenhof |
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