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Bräuche im Allgäu und im Kleinwalsertal

Nikolaus und Krampus Advents-, Weihnachts- und Neujahr Faasnacht Funkensonntag April bis Juni Alp-Bräuche Bockmahl in Baad

6. Dezember - Nikolaustag im KWT

Der Brauch des Nikolaustages entstand in Nordfrankreich schon im Mittelalter, bei uns im Kleinwalsertal wird der "Chlaasataag" aber auch schon seit vielen Jahren gehalten. Es war aber stets eine Feier in der Familie. Der Heilige Nikolaus war Bischof von Myra in Kleinasien und zeichnete sich durch sein Wohltun aus. Er soll der Legende nach drei schönen Töchtern eines verarmten Edelmannes geholfen haben. Der Vater wollte sie zwingen ihre Unschuld zu opfern, um eine standesgemäße Ausstattung zu verdienen. Der hl. Nikolaus erfuhr davon, warf durch drei Nächte jedes mal einen Beutel voll Dukaten durch das Fenster des Edelmannes und dieser hatte dann soviel Geld, um die Jungfrauen ausstatten zu können. Aufgrund dieser Legende wurde der Nikolaustag ein Kinderfest mit Bescherung und der Heilige wurde zum Schutzpatron der Kinder und Schüler. In Vorarlberg ist St. Niklaus auch sehr verehrt und alleine 12 Pfarrkirchen haben ihn als Kirchenpatron. Bei den Walsern ist er der Beschützer vor Lawinenunglücken, außerdem ist er auch der Patron der Pilger, Reisenden, Bäcker, Kaufleute, Schiffer und der heiratsfähigen Mädchen für eine glückliche Heirat.

Die Nikolausfeier in der Walserfamilie war recht schlicht und sinnvoll. Der Vorbote des Christkindes kam stets würdevoll und gütig und sprach von den Aufgaben der Kinder in der heiligen Adventzeit. Er schaute zurück auf das vergangene Jahr und lobte die Kinder wenn sie brav und fleißig waren und sie bekamen dann aus dem großen Gabensack ein kleines Geschenk. Nikolaus tadelte aber auch wenn nicht alles so recht war und "schenkte" sinngemäß eine Rute. Unterstützend, aber ohne zu übertreiben, war auch Knecht Rupprecht dabei. Ursprünglich stellte dieser "Krampus" ja die Verkörperung des vom Nikolaus gebändigten Teufels dar, aber seit nun mehr als achtzig Jahren wird durch dieses oft unüberlegte und sinnlose Treiben der wilden Gestalten dem alten Nikolausbrauch mehr geschadet als genutzt. Das Treiben der "Wilden Klausen" ist ein vorchristlicher Brauch, der sich im Oberallgäu erhalten hat und nun eben auch bei uns nachgeahmt wird. Die neueste Errungenschaft ist nun auch noch das im Allgäu übliche "Bärbeleklausen", es wird von den jungen Mädchen durchgeführt, ist aber auch im Allgäu kein Brauchtum.

Egal ob "Krampus oder Klausabärbl", es hat sich speziell im Allgäu verbreitet und wird dort "getrieben", ist teilweise aber immer noch nicht als Brauchtum anerkannt.
Auch bei uns im Kleinwalsertal sind das Auftreten von Krampus und die Klausabärbel eigentlich "fremd" und gehören auch nicht zum Brauchtum, es wird aber immer mehr anerkannt.


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Kleinwalsertal Tourismus

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zuletzt geändert: 09/12/2008