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Naturpark "Allgäuer Nagelfluhkette"
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| Gemeinden | Fläche (401 km²) | Besonderheiten / direkte Links |
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Westliches Oberallgäu:
Balderschwang Blaichach / Gunzesried Bolsterlang Immenstadt Oberstaufen Obermaiselstein Vorderer Bregenzerwald: Doren Hittisau Krumbach Langenegg Lingenau Riefensberg Sibratsgfäll Sulzberg |
41,8 km² 44,6 km² 16,1 km² 35,2 km² 87,7 km² 21,3 km² 14,2 km² 46,7 km² 8,7 km² 10,5 km² 6,9 km² 14,9 km² 29.3 km² 23,1 km² |
Stadtplan und Ortsteile, Webcam Stadtplan und Ortsteile, Webcam, Gunzesrieder Tal, Osterttaler Tobel Stadtplan und Ortsteile, Webcam Stadtplan und Ortsteile, Panoramawebcam, Steigbachtobel, Alpsee, Alpseehaus Stadtplan und Ortsteile, Panoramawebcam, Buchenegger WF, Osterdorfer WF Stadtplan und Ortsteile, Webcam Stadtplan und Parzellen Stadtplan und Parzellen, Webcam, Kommaschlucht, Engenlochschlucht Stadtplan und Parzellen, Stadtplan und Parzellen, Panoramawebcam Stadtplan und Parzellen Stadtplan und Parzellen, Webcam Stadtplan und Parzellen, Webcam Stadtplan und Parzellen, Webcam |
| Kurzübersicht: | ||
| Der Naturpark Nagelfluhkette (401 km²) ist der erste grenzüberschreitende Naturpark zwischen Deutschland und Österreich und stellt damit ein internationales Pilotprojekt dar. Der "Naturpark Nagelfuhkette" wurde zum 1. Januar 2008 vom Bayerischen Umweltministerium genehmigt. Er ist der 2. Naturpark in Süddeutschland. Er umfasst 24 700 Hektar im Oberallgäu und 16 300 Hektar im angrenzenden Bregenzer Wald. Vorrangige Ziele sind Schutz, Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft. Dies schließt die Entwicklung von Land-, Alp- und Forstwirtschaft ebenso ein wie die Förderung des touristischen Angebots und die Regionalentwicklung mit dem Kernthema Energienutzung. 8 Vorarlberger Gemeinden aus dem vorderen Bregenzer Wald und 6 westliche Oberallgäuer Gemeinden schlossen sich zum "Naturpark Nagelfluhkette" zusammen.
Die Nagelfluhkette ist eine Bergkette am Nordrand der Allgäuer Alpen. Wanderungen auf dem Kammweg der Kette gehören wegen der Aussicht zu den beliebtesten im Oberallgäu. Er beginnt mit dem Mittag (1451m) in Immenstadt, erstreckt sich über 24 km und beinhaltet insgesamt 13 Gipfel bis zum Hochhädrich in Hittisau in Österreich. Der Höchste Gipfel der Nagelfluhkette ist der Hochgrat mit 1834m. Das Gebiet weist auf engstem Raum einen Höhenunterschied von 1400 m auf. Das ist einer der Gründe, warum die Landschaft so abwechslungsreich ist. Ein weiterer Grund ist die jahrhundertealte pflegliche Nutzung durch Land- und Forstwirtschaft. Der Naturpark ist die Heimat vieler seltenen Tiere und Pflanzen, z.B. für Auer- und Birkhuhn, Steinadler, Weißrückenspecht, Purpur Enzian, Stein Nelke und die Weißtanne. Der Naturpark "Nagelfluhkette" ist auch eine alte gewachsene Kulturlandschaft. Sie wird von ca. 39.000 Einwohnern besiedelt, wobei Balderschwang mit 213 die kleinste Gemeinde ist und Immenstadt mit etwa 14.400 Einwohnern die größte Anzahl von Einwohnern aufweisen kann. Der touristische Bereich ist mit ca. 20.000 Gästebetten sehr ausgeprägt. Es gibt etwa 400 landwirtschaftliche Haupterwerbsbetriebe. Die Nagelfluhkette bildet einen, in seiner Ausformung in den Alpen einzigartigen, Naturraum mit einer Vielzahl schützens- aber auch erlebenswerter Eigenarten. Im Rahmen eines Interreg IIIA-Projekts wurde der in Bayern zwingend verlangte Pflege- und Entwicklungsplan erarbeitet. Dieser enthält das Leitbild und Leitlinien sowie die Maßnahmenplanung für die Bereiche Natur und Landschaft, Tourismus und Erholung, Regionale Wertschöpfung, Land-, Alp- und Forstwirtschaft (alleine in Oberstaufen gibt es 166 Alpen), Regionaler und kommunaler Austausch, Kultur und Bildung. Gemeinsam mit dem Alpenforschungsinstitut (GAP) koordiniert das Österreichische Ökologie-Institut (Bregenz) sämtliche Tätigkeiten im Interreg IIIA-Projekt. Bis 2015 soll die ganze Region mit ihren rund 39.000 Einwohnen durch Energieeffizienz-Maßnahmen und durch Nutzung regionaler Ressourcen möglichst weitgehend energieautark werden (bei Wärme und Elektrizität). Eine Einschränkung wirtschaftlicher Nutzungen soll es dabei nicht geben. |
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| Nagelfluh: |
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Der 24 km lange Gebirgskamm besteht aus einem einzigartigen Konglomeratgestein, dem Nagelfluh - im Allgäu auch "Herrgottsbeton" genannt. Er besteht aus größeren und kleineren rundlichen Geröllen (Flusskiesel), die in der Tertiärzeit (vor 30 Mio Jahren) mit Sand und Schlamm verbacken wurden. So entstand ein wenig witterungsbeständiges Gestein. Der Name "Nagelfluh" kommt von den eingeschlossenen Kieselsteinen, die wie Nägel aus dem Fels schauen. Vor 30 Millionen Jahren gab es bereits die Alpen, aber die hohen Berge lagen - im Vergleich zu heute - deutlich weiter im Süden. Im Alpenvorland breitete sich ein großes, dicht bewaldetes Tiefland aus, das sich am Rand der Alpen bis über die Donau hinaus nach Norden erstreckte. Rasch fließende Alpenflüsse brachten Schlamm, Sand und rundgerollte Steine in großen Mengenaus den Bergen her. Das gröbste Mateial blieb am Fuß der Berge liegen, wo nach und nach riesige, nach Norden abfallende, Kiesfächer entstanden. Mit der Zeit verkittete der im Grundwasser liegende Flusskies, bis er schließlich betonartig fest wurde. Das ist auch der Grund, warum reine Sandsteinschichten (noch weicher) eingelagert sind. Als die Alpen im Laufe von Jahrmillionen nach Norden vorrückten wurden diese Flussablagerungen zunehmend eingeengt, schließlich gefaltetund kräftig angehoben. Das bildet dann die charakteristische Rippenstruktur der Nagelfluhkette. Flüsse haben diese Gesteine im Laufe der Zeit abgetragen und bilden typische Wasserfälle und Wasserfallstufen.
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weiterführende Informationen zum Thema in "www.dein-allgaeu.de" |
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